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ARTUS setzt ein Zeichen in schwierigen Zeiten

Wir freuen uns sehr, dass die Firma ARTUS Oberflächen Instandsetzung GmbH selbst in dieser schwierigen Zeit den Entschluss gefasst hat, uns in unserer Arbeit zu unterstützen.

ARTUS repräsentiert als Spezialist für Oberflächen Instandsetzungen in hohem Maße zukunftsorientierte Nachhaltigkeit im Sinne einer modernen und erfolgreichen Repair Wirtschaft. Darüber hinaus verfolgt ARTUS seit vielen Jahren das Ziel soziale und gemeinnützige Projekte zu fördern, sowie die Umweltverträglichkeit der eigenen Produktions- und Arbeitsprozesse zu optimieren.

Mit seinem Engagement beweist ARTUS nicht nur Mut in besonderen Zeiten, sondern liefert ein Vorbild für unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung.

Der Nachhaltigkeitsansatz von ARTUS korrespondiert somit in ganz besonderer Weise mit unserem gemeinnützigen Einsatz für naturnahe Waldlebensräume sowie der nachhaltigen Nutzung unserer nachwachsenden Ressource Holz.

Die Geschäftsführung von ARTUS war von Beginn an begeistert über unseren Einsatz für die heimischen Wälder.

ARTUS übernimmt nun u.a. eine Patenschaft für 1,66 ha unserer Waldflächen und wird den Umbau dieser Fichtenmonokultur hin zu einem klimastabilen, arten- und strukturreichen Laubmischwald begleiten.

Wir möchten uns bei der Firma ARTUS, allen Mitarbeitern und dem Geschäftsführer Thomas Grant für den Enthusiasmus und die Unterstützung ganz herzlich bedanken. Wir freuen uns auf unsere zukünftige Partnerschaft und hoffentlich viele gemeinsame und erholsame Stunden im Wald.

Unsere Bienen sind dahoam!

Zu Beginn des Jahres hatten wir Euch berichtet, dass wir für die Aussiedelung von Bienen zwei Baumhöhlen nach historischem Vorbild des alten Zeidlerwesens angelegt haben. Die Arbeit war zwar hart und durchaus anspruchsvoll, doch alle Mühen scheinen sich gelohnt zu haben.

Die beiden Völker, die wir ausgesiedelt haben, haben ihr neues Zuhause sehr gut angenommen und sich prächtig entwickelt. Zwei starke Völker mit geschätzten jeweils 50.000 Bienen, haben die Baumhöhlen fast vollständig für sich eingenommen. Kontrollen während des Sommers haben eine hohe Aktivität gezeigt und so wurde unsere Auswahl der beiden Standorte bestätigt. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an unsere Waldbesitzer Sophie und Sebastian, die sofort von unserer Idee begeistert waren und uns in ihrem Wald haben machen lassen.

Unsere beiden Bienenexperten Sebastian und Felix werden unsere Bienen weiter begleiten und versuchen, neue Erkenntnisse über diese wunderbaren Tiere zu erhalten, um diese dann in Fachkreisen zu präsentieren.

Eine besonders schöne Perspektive ist, dass die Verwaltung des Bernrieder Parks Ihre Zustimmung dazu gegeben hat, dass wir kommenden November auch dort eine Baumhöhle anlegen und ein Bienenvolk aussiedeln dürfen.

Wir werde Euch natürlich von unseren beiden Bienenvölkern weiter berichten.

Bekämpfung des Borkenkäfers

In den vergangenen Jahren haben diese kleinen Insekten in Deutschland und seinen Nachbarländern immer wieder für Aufsehen gesorgt. Ganze Waldgebiete sind ihnen zum Opfer gefallen und hielten die Waldbesitzer in Atem. Doch wer sind die kleinen gefürchteten Käfer eigentlich? Es gibt in Europa 154 und weltweit 4.000-5.000 verschiedene Borkenkäferarten. Wie der Name schon sagt, spielt in ihrem Lebenszyklus die Borke eines Baumes eine entscheidende Rolle, nämlich für die Fortpflanzung. Die Käfer bohren sich in die Rinde oder das rindennahe Holz und legen dort ihre Eier ab. Die Larven fressen sich unter der Rinde weiter, ernähren sich von den Baumsäften und bringen bei starkem Befall Bäume zum Absterben. In einem naturnahen Wald beschränkt sich dies in der Regel auf einzelne Bäume. Der Zerfall der Bäume ist ein wichtiger Teil im Nährstoffkreislauf des Ökosystems Wald. In den entstehenden Lücken kann eine neue Baumgeneration heranwachsen. Problematisch wird der Befall, wenn Monokulturen vorherrschen. Ein einzelnes Borkenkäferweibchen legt im Jahr nur ca. 100- 150 Eier ab. Optimale klimatische Bedingungen im Frühjahr und eine schier unbeschränkte Zahl an Brutbäumen (zumeist die Fichte) fördern aber die schnelle Entwicklung der Nachkommen. So entwickeln sich in einem Jahr gleich mehrere Nachfolgegenerationen und es lassen sich an die 100.000 Individuen auf ein einzelnes Weibchen zurückführen. Die Folge sind Massenvermehrungen. Völlig vitale Bäume werden befallen und sterben in kürzester Zeit ab. Um dem Käfer Herr zu werden, muss das befallene Holz schnellstmöglich aus dem Wald und in eine sichere Entfernung zum nächsten Brutplatz gebracht werden. Nicht selten führt aber der Transport aufgrund ungünstiger Witterungsver-hältnisse zu großen Schäden an den Waldböden und der Vegetation. Statt die gefällten Bäume aus dem Wald zu fahren, kann es dort auch belassen werden, muss dann allerdings „geschepst“ werden. Dem Baum wird dabei mit speziellem Werkzeug die Rinde entfernt und somit dem Käfer die Möglichkeit zur Entwicklung von überlebensfähigen Nachkommen genommen. Das im Wald verbleibende entrindete Holz bietet zukünftig anderen Waldlebewesen einen Lebensraum. Diese Methode ist sehr zeitintensiv und dem Waldbesitzer entgeht der Ertrag aus dem Verkauf des Holzes. Wir haben uns die Mühe gemacht und für verschiedene Waldbesitzer befallene Bäume entrindet, um den Wald zu schonen.

BEEtrees – die Honigbiene als Wildtier

Im Januar haben wir damit begonnen, Behausungen für wild lebende Honigbienen zu schaffen. Unser Ziel ist es, im Mai Bienen in ihrer natürlichen Umgebung anzusiedeln. Die Biene gilt in dieser Hinsicht als sehr anpassungs-fähig und auch ein vormals domestiziertes Bienenvolk kann wieder in seiner natürlichen Umgebung angesiedelt werden. Das traditionelle Imkerwesen der Zeidlerei ist hierbei unser Vorbild. Sebastian Roth und Felix Remter haben in Osteuropa Erfahrungen über dieses Handwerk gesammelt, wo es noch traditionell betrieben wird. Dieses Wissen bildet nun die Grundlage für unser Projekt.

Die Höhlen – „Beuten“ wurden in einer lebenden Kiefer und in einer abge-storbenen Fichte angelegt. Lebende Bäume sind durchaus in der Lage, mit diesen künstlich geschaffenen Hohl-räumen zu überdauern. Die Verletzungen konzentrieren sich auf das Kernholz der Bäume. Das für die Nährstoffversorgung so wichtige Splintholt und die Borke bleiben weitestgehend unbeschädigt. Es verbleibt zudem insgesamt eine ausreichend starke Holzummantelung, die weiterhin ausreichende Stabilität und Isolation bietet.

Die ersten entscheidenden Schnitte werden mit der Motorsäge durch-geführt. Anschließend werden traditionelle Werkzeuge verwendet, welche wir individuell für dieses Projekt haben herstellen lassen. Und so hoffen wir, dass wir in diesem Frühsommer die ersten Bienenvölker erfolgreich wieder in ihrer natürlichen Umgebung ansiedeln können. Wir werden Euch selbstverständlich über den Fortgang des Projekts weiter berichten.